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das erfolgreiche Team v.l.: Trainerin Jutta Horn, Maila Rüter, Theresa Geyer, Kira Budde, Jasmine Haase, Janine Woeste, Chloé Casterot, Co-Trainerin Filiz Quandel (es fehlt: Lisa Schöninger).

das erfolgreiche Team v.l.: Trainerin Jutta Horn, Maila Rüter, Theresa Geyer, Kira Budde, Jasmine Haase, Janine Woeste, Chloé Casterot, Co-Trainerin Filiz Quandel (es fehlt: Lisa Schöninger).

Die Kunstturnvereinigung Dortmund hat sich auch ohne Chloé Casterot (verhindert) an die Spitze der zweiten Bundesliga der Frauen gesetzt. Mit 181,50 Punkten behielten die Westfalen am 14. April 2018 im bayerischen Monheim die Oberhand über den TSV Berkheim (180,30) und den bisherigen Tabellenführer KTG Hannover (177,60).

Lisa Schöniger beste Deutsche

Lisa Schöniger, eine Chemnitzer Turnerin, die in diesem Jahr für Dortmund startet, präsentierte sich dabei mit 47,35 Vierkampf-Punkten als beste deutsche Turnerin hinter zwei ausländischen Wettkämpferinnen. Sie hat durch Theresa Geyer, ein Eigengewächs aus Dortmund, das aber inzwischen die besseren Trainingsmöglichkeiten am Sportinternat in Chemnitz nutzt, den Weg in die Mannschaft gefunden.

Janine Woeste Extra-Klasse

Janine Woeste eröffnete den Wettkampf mit einem furiosen Sprung über den Tisch: Mit einer Übung der Extra-Klasse am Boden beendete sie ihn. "Gymnastisch elegant und akrobatisch schwierig", versucht sich Jutta Horn an einer Formulierung für den Erfolg.

Die beste Balken-Übung des Teams gelang Theresa Geyer; sie konnte hier nur von Alina Heinemann (Hannover) getoppt werden.

Ungewöhnlich stark am Barren und Boden

Dennoch war diesmal nicht der Schwebebalken das stärkste Gerät der Dortmunderinnen, sondern das Barren- und Bodenturnen. "Ganz ungewohnt für uns", lässt Trainerin Jutta Horn verlauten, "der Barren war eigentlich lange unsere Achillesferse."

Ein Kompliment der Trainerin verdiente sich Kira Budde, die nach ihrem Auslands-Aufenthalt schnell wieder Fuß fasste und an den Geräten respektable Leistungen zeigte.

Brillante Leistungen am Boden

Das Prädikat "Brillant" verdienen indes die Übungen von Jasmine Haase, JanineWoeste, Lisa Schöninger und Theresa Geyer am Boden. Daran konnte man sich kaum sattsehen. Janine Woeste reihte einen Doppelsalto an den anderen, zeigte virtuose Sprungkombinationen und schwierige Verbindungen. Wenn man sie federleicht über die Bodenfläche tanzen sieht, meint man, Turnen müsse kinderleicht sein. "Das ist die Kunst beim Turnen", lächelt Co-Trainerin Filiz Quandel verschmitzt: "Richtig gut ist eine Turnerin, wenn das, was sie an Höchstschwierigkeiten zeigt, leicht aussieht, obwohl es hammerschwer ist und viel, viel Schweiß, Training und manchmal gar Tränen kostet. Eine so tolle Übung wie die von Janine ist dann ein großes Glücksgefühl für Turnerin, Mannschaft und Trainerstab."

Dieses Glücksgefühl darf das Team nun auch in der Pole Position an der Tabelle der zweiten Bundesliga genießen, und zwar den ganzen Sommer lang. Erst im Herbst wird der letzte Wettkampf Entscheidungen herbeiführen.

(Text und Foto: Kirsten Braun)

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