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Der Wettkampfkalender im Gerätturnen ist vielfältig – sowohl im breitensportlichen wie auch im leistungssportlichen Bereich. Dabei haben sogenannte bundesoffene Wettkämpfe eine besondere Anziehungskraft, weil sie Leistungsvergleiche weit über die Grenzen des Vereinstrainings ermöglichen. So nutzten einige der im Landesleistungszentrum Detmold betreuten Turnerinnen den von der Hamburger Turnerschaft am 22./23. September ausgerichteten Hansepokal, um ihre Form zu testen und einfach mal in einem anderen Umfeld zu turnen.

1 x Gold , 2 x Silber für Lia Feline Mass

Im DTB-Talentförderprogramm gingen Katelyn Müller (AK 9) und Lia Feline Mass (AK 10) erstmalig auf Bundesebene an den Start. Eine Premiere, die ihnen so gut gelang, dass sie sich auf Anhieb im Mehrkampf eine Bronze- und eine Silbermedaille erturnten.

Dies wollte auch Jamie Lynn Doberstein schaffen, die sich den höhen Anforderungen im Kürprogramm stellte. Leider geriet der Auftakt am Balken mit drei Absteigern kräftig daneben, so dass im Mehrkampf nur der vierte Platz heraussprang. Doch ab dem zweiten Gerät hatte Jamie zu ihrer Form gefunden und konnte am Sprung, Stufenbarren und Boden jeweils eine Silbermedaille erkämpfen. Noch besser machte es Lia Feline Mass, die mit einer Goldmedaille am Balken sowie zwei Silbermedaillen am Sprung und am Boden ihren Wettkampf beendete.

Detmolder AK 8 hatte Nase vorn

In der AK 8 nutzten Josephine Diebel,  Aliya-Jolie Funk, Mia Lutkova, Elisabeth Schonlau und Leonie Unrau die Gelegenheit zur Formüberprüfung. Außer Konkurrenz durften sie im Rahmen Hamburger Mannschaftsmeisterschaften mitturnen und konnten so unter echten Wettkampfbedingungen testen, wie gut sie die Pflichtübungen für den bevorstehenden Projektwettkampf der westfälischen Turnstützpunkte schon beherrschen. Und dieser Test wurde zu einem regelrechten Siegeszug. Denn bei starker Konkurrenz hatten sie am Ende knapp, aber verdient die Nase mit 172,60 Punkten vorn, vor den Landessiegerinnen der Hamburger Turnerschaft mit 171,80 Punkten. Ausschlaggebend dafür war die mannschaftliche Geschlossenheit, die unter anderem darin zum Ausdruck kann, dass bei den Einzelwertungen am Stufenbarren gleich drei Detmolderinnen auf dem Siegerpodest standen. Das war auch für Michael Gruhl eine ebenso außergewöhnliche Leistung, wie die sieben Einzelmedaillen, die die AK 8-Turnerinnen mit nach Hause nehmen konnten.

So hat sich der Ausflug nach Hamburg rundherum gelohnt. Denn es zeigt sich, dass im Landesleistungszentrum Detmold eine neue zukunftsträchtige Talentgeneration heranwächst.

(Text/Foto: H.-J. Dörrer)

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