Ein Kommentar von DTB-Präsident Rainer Brechtken: Die Aufdeckung unrechtmäßiger Vorgänge in der FIFA und der UEFA, Turbulenzen um unaufgeklärte Vorfälle beim DFB, Korruption und Doping im russischen und im internationalen Leichtathletik-Verband. Das sind die Negativ-Schlagzeilen der vergangenen Wochen aus dem Sport. „Der Sport ist eben auch ein schmutziges Geschäft!“ So heißt es schnell in der öffentlichen Wahrnehmung und das Bild des zweifelhaften Charakters von Funktionären im Sport wird gleich mitgeliefert. Das möchte ich so nicht stehen und gelten lassen.
Ich weiß, dass vor allem in Sportarten mit einer Nähe zur Unterhaltung viel Geld im Spiel ist und die Versuchungen zur Vorteilsnahme und Manipulation groß sind. Aber die aufgedeckten und noch aufzudeckenden Vorfälle sind in keiner Weise zu rechtfertigen.
Vor allem macht mich wütend, dass diese Vorkommnisse und die daraus resultierende öffentliche Wahrnehmung die Funktionäre und Verbände im Sport im Ganzen ­diskreditieren.
Die Verantwortlichen müssen ­benannt und zur Rechenschaft ­gezogen werden. Dies vor allem aus Respekt vor den unzähligen aufrechten »Funktionären« und Verbänden im gesamten Sport hierzulande.
Wie viele »Funktionäre im Sport« engagieren sich Woche für Woche ehren- und hauptamtlich in ihren Vereinen und Verbänden, ohne sich etwas zu Schulden kommen zu lassen? Sie kümmern sich um die Organisation von Training und Wettkampf für Jugendliche und Erwachsene, um Bewegung für ­unsere Kinder und um sportliche Betätigung für andere im Freizeit- und Gesundheitssport. Und da geht es nicht etwa um üppige Annehmlichkeiten und Aufwandsentschädigungen, sondern um Übernahme von Verantwortung und Einsatz für die Gemeinschaft. Sport ist mehr und anders als man im Fernsehen zu sehen bekommt.
Es gibt viele Verbände im Sport, die sauber geführt werden und nur bescheidene (Eigen-)Mittel zur Verfügung haben, um sich in ihren Sportarten für die Vereinsentwicklung zu engagieren. Neben vielen anderen Aufgaben organisieren sie eine umfassende Aus- und Fortbildung für Übungsleiterinnen und Übungsleiter, Trainerinnen und Trainer in ihren Sportarten. Somit können die Vereine der Bevölkerung in den Kommunen attraktive Angebote und neueste Trends anbieten.
Die letzte Ausgabe 2015 möchte ich an dieser Stelle auch nutzen, um mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf allen Ebenen der Turnbewegung für ihr Engagement auch in diesem Jahr herzlich zu bedanken.

Ich wünsche allen ­besinnliche Feiertage, einen ­angenehmen Jahreswechsel und alles Gute für 2016!

Ihr
Rainer Brechtken
DTB-Präsident

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