Ein Kommentar von DTB-Präsident Rainer Brechtken: Für jede Sportlerin, jeden Sportler ist die Teilnahme an Olympischen Spielen ein hohes Ziel und Erlebnis in der sportlichen Karriere. Daran gibt es keinen Zweifel. Vor diesem Hintergrund freuen wir uns im Deutschen Turner-Bund sehr, dass unsere Turnerinnen und ­Turne...

...im Gerätturnen und Trampolinturnen sowie unsere ­Einzel- und Gruppen-Gymnastinnen in der Rhythmischen Sportgymnastik dank ihres erfolgreichen Abschneidens bei den Olympischen Testwettkämpfen im April die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro geschafft haben. Dazu mein herzlicher Glückwunsch an die Aktiven und mein Dank an alle Beteiligten, die in der Vorbereitung und Betreuung der Aktiven mitgewirkt haben. In den nächsten Monaten wird es darum gehen, sich optimal auf die Spiele vorzubereiten, um die bestmögliche Platzierung zu erreichen und die eine oder andere Medaille zu gewinnen.
Auch für die Olympischen ­Spitzenverbände sind die Olympischen Spiele ein Höhepunkt. Die Qualifikation zur Teilnahme sowie das Abschneiden der Athletinnen und Athleten sind für die Spitzenverbände Gradmesser für ihren ­Erfolg in der Spitzensportförderung. Deshalb können wir im DTB stolz sein, dass wir in Rio 2016 erneut in all unseren Olympischen Sportarten am Start sein werden. Dies bestärkt uns in der Auffassung, dass wir in der Spitzensportförderung in unserem Verband mit unseren strategischen und strukturellen Ausrichtungen auf dem richtigen Weg sind und dass wir gleichzeitig unsere Dienstleistungen in der Vereinsentwicklung von Turnen und Gymnastik nicht vernachlässigen.
Spitzensportförderung optimierbar
Gleichwohl gibt es in der Spitzensportförderung insgesamt in unserem Land noch Optimierungsbedarf. Dies betrifft insbesondere die Verzahnung der Nachwuchsförderung zwischen Land und Bund. So kann es doch nicht sein, dass z. B. ein Landessportbund ohne Rücksicht auf Nachwuchskonzepte eines Spitzenverbandes eigenständige Prioritäten setzt und Stützpunkten in den Sportarten die Landesförderung entzieht. Ich hoffe, dass vor allem die Lösung solcher strukturellen Fragen bei den Bemühungen von DOSB und BMI um eine Neustrukturierung der Leistungssportförderung eine Rolle spielen werden. Schließlich muss es vordergründig um die optimale Förderung von individuellen sportlichen Talenten junger Menschen gehen und nicht um Medaillen für eine Nation. Leider wird dies in der Diskussion über die gesellschaftliche Legitimation von Spitzensportförderung kaum beachtet.

Ihr
Rainer Brechtken
DTB-Präsident

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