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v.li. WTB-Vizepräsident Oliver Rabe, Vizepräsident d. Sparkassenverbandes Jürgen Wannhoff, WTB-Präsident Manfred Hagedorn

v.li. WTB-Vizepräsident Oliver Rabe, Vizepräsident d. Sparkassenverbandes Jürgen Wannhoff, WTB-Präsident Manfred Hagedorn

Nachdem am Samstag, 6. Januar 2018 im Rahmen der WTB-Meisterfeier rund 250 erfolgreiche Sportler geehrt wurden, ging es am Sonntag, 7. Januar mit der WTB-Neujahrsmatinee feierlich weiter. Zahlreiche Gäste aus Sport und Politik kamen in die Landesturnschule Oberwerries und erlebten einen Vormittag mit interessanten Grußworten, einem tollen Impulsreferat, Showvorführungen sowie musikalischen Leckerbissen. Insgesamt über 400 Turner konnte der WTB an diesem Wochenende begrüßen.

Man fühlt sich wohl auf Oberwerries

Den Grußwort-Auftakt machte Ulrike Wäsche, Bürgermeisterin der Stadt Hamm, die für die vielen Gäste eine Erklärung hatte: „Turner und Gäste fühlen sich einfach wohl auf Schloss Oberwerries.“ Sie unterstrich die gute Zusammenarbeit, die durch Gespräche „auf hohem Niveau“ geprägt sei. Aus diesem Grund schaut die Stadt sehr zuversichtlich auf die gemeinsame Ausrichtung des 3. NRW-Landesturnfestes 2019. Die Planungen sind in vollem Gange. „Es wird ein Sportevent, wie man es sich größer und besser nicht vorstellen kann“, ist sich Ulrike Wäsche sicher.

Vizepräsidentin Claudia Pauli vom Rheinischen Turnerbund unterstrich, dass auch der RTB sich auf die gemeinsame Arbeit und Aktivitäten beim NRW-Landesturnfest in Hamm freue. Das letzte gemeinsame Turnfest habe gezeigt, dass WTB und RTB sehr gut zusammen arbeiten können.

Zentrales Thema Ehrenamt

Die diesjährige Neujahrsmatinee stand ganz im Zeichen des Themas Ehrenamt. Stefan Klett, Vizepräsident des Landessportbundes NRW brachte es zu Beginn seines Grußwortes auf den Punkt: „Mit der Neujahrsmatinee beim WTB geht die Ehrenamtszeit wieder los.“

Und damit auch die guten Vorsätze des LSB NRW für die nächsten Jahre. Mit einer lang angelegten Initiative bis 2021 möchte der LSB das Ehrenamt im Sport stärken. Durch die Zusage der Landesregierung, Anfang Februar den Pakt des Sports zu unterzeichnen, kann der Sport auf eine vermehrte Trainer- und Fachkräfteförderung hoffen. Eine Modernisierung von Ehrenamt ist notwendig, um es „von verstaubten Ritualen zu befreien“.

Gemeinsame Werte prägen die Partnerschaft

Ehrenamt hat auch immer etwas mit Werten zu tun. Und genau diese Werte stehen für Jürgen Wannhoff, Vizepräsident des Sparkassenverbandes Westfalen-Lippe, im Mittelpunkt der Förderpartnerschaft mit dem WTB. „Uns verbinden gemeinsame Werte.“

Gemeint ist damit die nutzenorientierte Arbeitsweise beider Institutionen. Zudem unterstrich Wannhoff die Bedeutung des Gefühls der Gemeinsamkeit und der Zugehörigkeit, welches für Mitglieder sowohl der Sparkassen als auch der WTB-Vereine gleichermaßen wichtig sei. Vereine schaffen Räume, in denen sich Menschen heimisch fühlen. Und genau das ist auch das Bestreben der Sparkassen als größter nicht staatlicher Sportförderer Deutschlands.

Ehrenamt als Gesellschaftsaufgabe

Für das diesjährige Impulsreferat konnte die Vizepräsidentin des Landtages NRW, Carina Gödecke, gewonnen werden.

Mit beeindruckenden Zahlen veranschaulichte sie, wie wichtig Ehrenamt für die deutsche Gesellschaft ist. Gemeint ist nicht nur der Sport, welcher jedoch den quantitativ größten Anteil ehrenamtlichen Engagements mit immerhin 1,5 Mio. Menschen in NRW stellt. „Unsere Gesellschaft würde schlechter funktionieren, wenn es das Ehrenamt nicht gäbe“, unterstrich sie die immense Bedeutung. Fest steht, dass der Staat vieles, was ehrenamtlich geleistet wird, selbst nicht schaffen könne. Hier sei die Politik gefragt.

Als Dankeschön und zur Würdigung der Arbeit der freiwillig Engagierten hat das Bundeministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eine Social Media Aktion gestartet unter dem Motto ‚Du bist unersetzlich‘. Mit bereits über 73.000 Klicks auf der Website des BMFSFJ wurde den Ehrenamtlichen Dank ausgesprochen.

Gödecke gibt jedoch zu bedenken, dass Dank alleine nicht ausreicht, sondern das Ehrenamt durch finanzielle Mittel unterstützt werden müsse. Mit dem Pakt für den Sport zwischen Landesregierung und LSB NRW soll ein wichtiger Schritt dazu gemacht werden.

Die Entbürokratisierung des Sports ist ebenso ein Aspekt wie die Modernisierung und Weiterentwicklung des Sportstättenbaus, wozu politische Entscheidungen her müssen.

Vielleicht tragen die Ergebnisse des Engagementkongresses 2017 in Bonn dazu bei, dass aus Zielperspektiven konkrete Maßnahmen zur Förderung freiwilligen Engagements entstehen.

Auf die Frage: „Bekommt man wirklich nichts für’s Ehrenamt?“ findet Carina Gödecke eine klare Antwort. „Doch, Ehrenamt bringt zwar kein Geld, aber es macht glücklich und immateriell reicher.“

Prämierung von Vereinsschriften

Im Rahmen der Neujahrsmatinee werden traditionell Vereinsschriften aus WTB-Vereinen prämiert. Diese werden im Vorfeld eingereicht und durch ein Komitee geprüft und bewertet. In diesem Jahr wurden die Festschriften folgender Vereine ausgezeichnet:

TuS 1892 Nuttlar e.V.

TV Rüblinghausen e.V.

SuS Stemmen-Varenholz 1920 e.V.

Musikalischer und sportlicher Rahmen

Bei der WTB-Matinee ist es den Organisatoren wichtig, nicht nur Grußworten und Vorträgen zu lauschen. Abwechslung für Augen und Ohren bringen jährlich musikalische und sportliche Beiträge. Musikalisch wurde die Matinee umrahmt vom Duo Parhelia aus Unna sowie den sportlichen Vorführungen der Gymnastinnen der Schwerter Turnerschaft und der Rope Skipping Gruppe des SC Halen.

Somit entstand einmal mehr eine harmonische Veranstaltung und ein gelungener Start in ein neues Ehrenamtsjahr!

 

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