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Elf Jahre ist es her, seit eine westfälische Gruppe die letzte, und bislang auch einzige Goldmedaille beim Deutschland-Cup DTB-Dance bejubeln konnte. In diesem Jahr stand der WTB jetzt gleich zweimal ganz oben, in der Altersklasse Jugend teilte sich „Between" vom TuS Meinerzhagen den Sieg mit der hessischen Gruppe Fleur, in der Altersklasse 18+ durften die „Rhythmic Show Girls" den Pokal mit der 1 mit nach Hause nehmen.

Doch bevor es um die Medaillen ging, mussten die 16 Jugend-, vierzehn 18+ und sieben 30+- DTB-Dance Mannschaften zunächst in der Vor- und Zwischenrunde ihr Können beweisen. Mit dabei, sechs Mannschaften des WTBs die sich beim Landesturnfest in Hamm für den Deutschland-Cup qualifizierten. Angereist sind die Teams mit unterschiedlichen Ambitionen. So war es für die Meinerzhagener Jugendformation sowie die beiden 18+ Mannschaften vom TuRa Rüdinghausen das erklärte Ziel sich fürs Finale der jeweils besten acht Teams zu qualifizieren.

„Between“ und die „Rhythmic Show Girls“ gelang dies dann sogar direkt im ersten Durchgang. Die „Piccolinies“ konnten sich über die Zwischenrunde ebenfalls fürs große Finale am Sonntag qualifizieren.

Sieg für Between

Im Finale der Jugend lastete auf den Tänzerinnen von „Between" dann auch ein gewisser Druck. Im letzten Jahr brachten sie Silber mit nach Hause, in diesem Jahr konnten sie in ähnlicher Besetzung bereits den Deutschland-Cup DTB-Dance Kleingruppe gewinnen. Ihre komplexe Choreographie zum Soundtrack „Mary Poppins Returns“ bereitete dem Team aber im Training einige Schwierigkeiten. Auf dem Deutschland-Cup platze dann aber endlich der Knoten und die sechs jungen Damen brachten das Thema wie von den Trainerinnen erhofft auf die Fläche. Und so durften sie am Ende mit 14,800 Punkten als erste westfälische Jugendmannschaft überhaupt über Platz 1 jubeln. Sie teilten sich den Sieg mit dem Vorjahressieger, der Gruppe „Fleur" von der TG Sandbach. „Fleur" beeindruckte bei ihrem Kampf zwischen Feuer und Eis die Kampfrichter besonders mit ihrer ausgezeichneten Ausführung. Dritter wurde die Gruppe "Dance Spirit" vom Harrisleer Tanzverein aus Schleswig Holstein mit ihrem Tanz zum Thema Feuerwehr.

TuS Rüdinghausen konnte jubeln

In der Altersklasse 18+ waren die Favoritenrollen im Vorfeld nicht wirklich vergeben, da die besten drei Teams des Vorjahres nicht an den Start gingen.

Die „Rhythmic Show Girls“, als erfahrene Mannschaft, mit vielen vergangenen Erfolgen im Wettkampf Gymnastik und Tanz, hatten dennoch einige mit auf dem Zettel.

Durch ihre einjährige Wettkampfpause, und weil sie in den Jahren davor auch nicht so häufig im Dance angetreten sind, waren sie aber auch die große Unbekannte.

Sie hatten ihre Choreographie zum Thema „Frauen sind…“ im Gepäck, mit der sie bereits auf westfälischer Ebene überzeugen konnte. Bereits nach dem Vorkampf lagen die sechs jungen Wittenerinnen auf Platz 1 - allerdings nur ganz knapp vor der Konkurrenz. Das änderte sich am Sonntag. Durch einen blitzsauberen Finaldurchgang konnten sie Publikum und Kampfrichter gleichermaßen beeindrucken und sich am Ende hervorragende 15,25 Punkte ertanzen. Damit landeten sie deutlich vor den „Dancing Sox“ vom SV Turbine Frankenberg und dem Ausrichter vom TSV Firnhaberau.

Wie bereits 2008 ging also der Titel des Deutschland-Cups Siegers DTB-Dance in der Altersklasse 18+ nach Rüdinghausen.

Den Erfolg für den Verein komplettierte das 2. TuRa-Team, die „Piccolinies“. Sie überzeugten insbesondere im ihrer Choreographie ihres Tanzes zum Thema „Insekten“. In der Vorrunde bekamen sie die höchste, im Finale die zweithöchste A-Note hinter den „Show Girls“. In der Ausführung zeigte das Team im Finale ihren besten Durchgang und landete so verdient auf Platz 5 - ein deutliche Steigerung zum letzten Jahr.

In der Altersklasse 30+ feierten die „(S)hot Mums“, eine Gruppe aus Müttern der Nachwuchsgruppen des TuS Meinerzhagen ihre Premiere beim Deutschland-Cup. Mit ihrem Tanz zum Thema „Hangover“ konnten sie gleich gut punkten und sich über Platz 5 freuen.

Auch in der Jugend gab es ein Debüt: „Alegria“ vom TuS Witten-Stockum konnte sich zum ersten Mal für den Deutschland-Cup qualifizieren. Das Mittelfeld in der Altersklasse der 11-18 jährigen lag sehr eng beieinander. So waren es am Ende kleine Fehler die über Finaleinzug oder dem Aus entschieden. „Alegria“ konnte in der Vorrunde mit ihrem arabischen Tanz überzeugen und lag dort noch auf einem geteilten 7. Platz. Leider konnten die sechs Mädchen aus Witten ihre Leistung in der Zwischenrunde nicht bestätigen. Besonders in der Ausführung ließen sie Punkte liegen, so das es im Gesamtergebnis nur zu Platz 10 reichte. Nicht ganz an die Leistung des Vorjahres (Platz 9) anknüpfen konnte die Gruppe „Mariposa“ vom TuS Eichholz-Remmighausen. Ihren liebevoll gestalteten Tanz zum Thema „Diesneyland“ konnte das Team nicht so souverän und sauber präsentieren wie noch auf dem Westfalen-Cup. In der nationalen Konkurrenz reichte es so am Ende leider nur zu Platz 14.

(Text/Foto: Yvonne Lelitko)

 

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